Warum ich mein Wissen weitergeben möchte

Bodybuilding ist eine faszinierende Sportart, aber es ist viel mehr als das. In Wirklichkeit ist Bodybuilding eine Mischung zwischen Kunst und Sport, wobei der Sport, in dem Fall das gezielte Training der Hammer und der Meisel in der Bildhauerei, ist und der Körper die Statue.

Ich persönlich finde es wichtig, alleinigen Kraftsport dahingehend von Bodybuilding zu differenzieren, dass es im Bodybuilding nicht um das Bewegte Gewicht von A nach B geht, sondern das Gewicht so von A nach B zu bewegen, dass genau die Muskulatur wächst, die man aus optischen Gründen braucht, wobei es im Kraftsport rein um das Bewegte Gewicht geht.

Grundvorraussetzung für Bodybuilding ist also die Analyse des Körpers und die Vision, wohin sich ein Körper entwickeln sollte. Das muss jetzt überhaupt nicht Wettkampfbodybuilding sein. Sobald der Fokus auf der optischen Veränderung liegt, würde ich das als Bodybuilding definieren.


Eine weitere Besonderheit von Bodybuilding ist, dass zur Erreichung des Zieles die Ernährung nicht nur Basis für die Leistungsfähigkeit wie in anderen Sportarten ist, die Ernährung ist gleichzeitig auch Werkstoff. Um zum Bildhauer zurückzukommen, die Ernährung stellt sicher, dass der Bildhauer den Hammer schwingen kann, die Ernährung ist aber auch die Grundlage dafür, dass Material abgetragen werden kann (in der Diät) oder wenn es um Tonskulpturen geht, das extra Material, das aufgetragen wird, um Rundungen zu erzeugen.


Bodybuilding ist also mehr als nur eine aktive Betätigung, es ist die Kombination aus Betätigung (Training), korrekter Ernährung und der optischen Zielsetzung des Ideals, das man erreichen möchte. Sprich eine Sport/Kunst/Lebensweise-Komplettstruktur des Lebens.


In der Neuzeit geht Bodybuilding definitiv auf Eugene Sandow zurück, der den schon präsenten Kraftsport dahingehend veränderte, dass die optische Veränderung des Körpers in den Vordergrund gerückt ist. Meines Wissens fand der erste Bodybuildingwettkampf, wenn man das so nennen kann, 1901 statt.

Trotzdem denke ich, dass die Wurzeln viel früher sicherlich schon in der Antike liegen, sieht man sich alte Statuen aus Griechenland oder dem römischen Reich an, so erkennt man schon dort die optische Fokussierung mit klar ausgeprägten Sixpacks, Muskelteilungen und Definition.


In der ersten Hälfte des 2. Jahrhunderts wurden zahlreiche Bodybuilding-Verbände gegründet und Wettkämpfe veranstaltet, die wichtigsten darunter, die AAU (Amateur Athletic Union) in Amerika, die NABBA (National Bodybuilding Association) in UK und natürlich auch die heute präsenteste und wichtigste Organisation, die IFBB, durch Ben und Joe Weider in Kanada.



Um aber auf die Definition und warum diese für mich so wichtig ist zurückzukommen. Ich erlebe sehr oft genau hier das fehlende Verständnis, zum Beispiel im Training. Dass es nicht darum geht, wie viel Gewicht ich von A nach B bewegen kann, sondern wie muss ich das Gewicht von A nach B bewegen, damit sich der Körper so verändert, wie ich es möchte, denn nur das ist Bodybuilding, die Veränderung des Körpers einer Vision und Strategie folgend.

Und genau da liegt meiner Ansicht nach auch die Wichtigkeit des Coachings. Dem Athleten zu helfen, die Vision zu skizzieren, mittels der Entscheidungen, die man trifft, den Kunden in die richtige Richtung zu bringen. Die Qualität des Tuns in den Vordergrund zu stellen und den Körper gezielt zu entwickeln. Sei es ein Sixpack zu erreichen oder eine Bodybuilding Show zu gewinnen. Grundvorraussetzung für die richtigen Entscheidungen ist es, den Istzustand analysieren zu können, aufgrund seiner Erfahrung die Möglichkeiten des Erreichbaren zu skizzieren und im Verlauf die richtigen Entscheidungen für diese Erreichung zu treffen.

Meiner Ansicht nach wird dieser ursprüngliche Bodybuilding-Gedanke sehr oft vernachlässigt, es geht um bloßes Wachstum mit der Beibehaltung von symmetrischen Schwächen anstatt dessen Ausmerzung. Gerade dies ist aber vor allem im modernen Bodybuilding das A und O, um Shows zu gewinnen.

Ich möchte euch allen die Tools mitgeben, um eure Kunden und deren Körper zu analysieren, den aktuellen Sport zu verstehen, um zu wissen, wo die Reise hingehen sollte, und natürlich alle Notwendigkeiten darzulegen, die notwendig sind, um Veränderungen zu erzielen